Presseberichte 2011

Mikulas Rallye 2011

Gerhard Kraus / Barbara Steuer Ford Fiesta ST

Einen Jux wollten sie sich machen.
Fakten: 15. Mikulasz Rallye, Veszprem (H)  SP I 14km- Schotter, SP II 13km-Schotter, SPIII 7km-Asphalt jede SP zweimal, Gesamtsonderprüfungskilometer: 68km, Nenngeld 150(!!) Euro Gerhard Kraus  ist den länger (weil älter darf man ja nicht sagen) in der Rallyeszene Behafteten ein Begriff.

Pilotierte er doch einst unter andern einen Skoda Felicia, welcher damals vom Werke für die WM entwickelt wurde, später war es ein VW Golf 5 Diesel in der Rallye ÖM.

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War zuvor schon neben zahlreichen internationalen Starts 1991 auch bei der Akropolis Rallye am Start.

2008 hängte er in Weiz den Helm an den Nagel um in nun zu entstauben und gen Ungarn zu ziehen.Als Freund, Mentor und Clubkollege von Georg Gschwandner, stand die Tür des Ford Fiesta ST weit offen und er musste nur mehr einsteigen....

Da der langjährige Co Pilot und jetzige MCL 68 Clubpräsident Andreas Steuer gesundheitlich Erschütterungen gegenüber nicht wirklich resident ist, bekam dessen Frau Barbara endlich in das Mysterium Beifahrer Einblick gewährt.

Da das ganze unter das Motto  Juxveranstaltung fallen sollte, wurde bei der Besichtigung erstmals gemeinsam getestet, dass der Pilot das eine oder andere Stück so auf Sicht fahren würde, war von Anfang an klar und Teil des Plans.

Taktiert wurde auch und da die jüngere Rallyegeneration vor Ort am Vorabend bei ein bis zwei alkohaltigen Besprechungsgetränken den wilden 80er Storys ala Service im Rinnsal am Fuße der Meteoraklöster lauschte, wurde beschlossen, die Sache in Form eines Aussenservices im Zuge der Rallye nachzustellen.

Gerhard dachte sich da wohl, wenn der Deiml einen Fiat vom Dach fallen lässt, kann er auch nachstellen, wie stressig das in den 80er war und kam in das Aussenservice geflogen, als stünde der WM Titel auf Messers Schneide....genauso verließ er es auch wieder!

Aber schön wars und alle Augen glänzten.

Laut Bekunden des Piloten, haben die Ungarn irgendwie eine eigene Art den Jahresabschluss zu feiern, die Aktiven feuern ihre Evos und Suzuki S 1600erts bei einer Rallye wo es um nichts geht so massiv weit in das ungarische Holz, das von 127 Startern nur 60 das Ziel sahen.

Das Duo Kraus/ Steuer erreichten den hervorragenden 41. Gesamtplatz und hätte der Mensch keine Ohren, würde die Frau Beifahrerin heute noch im Kreise grinsen!.

Das Auto bekam, keine Delle und keinen Kratzer, lediglich bei einer Reifenschikane wurde auf die Beifahrertüre zusätzlich noch etwas Farbe aufgetragen.

Einen Jux wollten sie sich machen und schön war es!

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Kärnten begrüßt einen Neuling 2011

Im Rahmen der 35. BP Ultimate Rallye in Wolfsberg feiert der

„GP-Racing Fiesta ST Cup“ nächste Woche seine Premiere

Wenn am Freitag, dem 8. April, das Startzeichen zur diesjährigen BP Ultimate Rallye in Wolfsberg-Kleinedling gegeben wird, bedeutet dies nicht nur Runde zwei in der heimischen Jagd der Topstars nach dem Championat. Für verschiedenste Pokal-Wertungen ist die Lavanttal-Rallye der Auftakt ins Motorsportjahr 2011 – für den Mitropacup zum Beispiel, für den sehr beliebten Suzuki-Motorsport Cup oder die Historic Rallye Staatsmeisterschaft.

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Überhaupt seine Österreich-Premiere feiert in Kärnten der „GP-Racing Fiesta ST Rallye Cup“, den der Niederösterreicher Georg Gschwandner ins Leben gerufen hat, um, wie er erklärt, „jenen Leuten, die Spaß am Rallyesport haben, die Möglichkeit bieten zu können, dies möglichst kostengünstig tun zu können“. Ab 1800 Euro (exklusive der Nenn- und 250 Euro Einschreibgebühr) ist der Start bei einer Topveranstaltung im Rahmen der österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft möglich.

Sechs Anmeldungen hat Gschwandner für den „GP-Racing Fiesta ST Rallye Cup 2011“ vorliegen, der fünf Läufe umfasst, von denen jedoch nur die besten vier gewertet werden. In Wolfsberg werden fünf Autos am Start sein. „Ein Damen-Duo wird’s auch geben“, verrät der Initiator stolz. Dieses wird allerdings erst bei der Bosch-Rallye in Pinggau einen Testlauf absolvieren, ehe es dann im Mai bei der Castrol-Edge Pölstal-Rallye in Judenburg in die Fiesta-Cup-Punktejagd einsteigt. Die Salzburger Pilotin Ingrid Fuchshofer wird bei der BP Ultimate Rally noch auf dem Beifahrersitz von „Mr. Fiesta“ Georg Gschwandner sitzen, um für ihren späteren Meisterschafts-Auftritt Erfahrung zu sammeln. Die restlichen Akteure wie Daniel Zieser, Mathias Lidauer oder Klaus Ostermann matchen sich bereits im Lavanttal wettkämpfmäßig. Gschwandner: „Vorerst einmal ist die Fiesta-Cup-Geschichte auf zwei Jahre anberaumt. Natürlich hoffen wir, dass bis dahin vielleicht noch mehr Fahrer auf den Geschmack kommen.“ Eine ideale Werbefläche wäre mit der BP Ultimate Rallye rund um Wolfsberg vorerst einmal ja gegeben.

GP-Racing Fiesta ST Rallye Cup, Termine 2011:

BP Ultimate Rallye, Wolfsberg               08. bis 09. April

Castrol Edge Judenburg Pölstalrallye      27. bis 28. Mai

Rallye Maribor                                       01. bis 02. Juli

ARBÖ Rallye, Admont                           23. bis 24. September

Rallye Waldviertel, Horn                         28. bis 29. Oktober

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ARC: Leiben-Rallye 2011

Eine gelungene Premiere                        

Martin Schenk und Jennifer Hofstätter belegten in ihrer Klasse den zweiten Platz, mit Respektsabstand auf den drittplatzierten Volvo…

Endlich war es soweit. Der sympathische Wiener mit wachauerischen Wurzeln-die Großeltern wohnen fast an der Strecke- konnte im x-ten Anlauf an seiner quasi Heim Rallye teilnehmen.

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Immer wieder musste er den engen Kalender im damaligen Volvo Cup Tribut zollen, war doch das Schwedenstahl meist gerade sehr verformt, als die Leiben Rallye am Programm stand.

Doch heuer war Alles aber auch wirklich ALLES anders.

Der grüne Volvo strahlte mit der Sonne um die Wette und auch dem Herrn Chauffeur war das Lächeln ein Leichtes, startete er doch frisch Verliebt mit seiner Jenny an der rechten Seite.

Seine Jenny- das ist Fräulein Jennifer Hofstätter aus Mönichkirchen, die quasi dank damalig noch vorhandener Aspang Rallye und einen Herrn Papa mit besten Rudi Stohl Kontakten, quasi das Rallyefeeling zu Muttermilch beigemengt bekam.

Heuer endlich im Besitz des rosaroten Kärtchens, wollte Jenny nichts sehnlicher als rallyefahren.

Als GP Racing Team Chef Gschwandner auf einem Clubabend die junge Dame vorgestellt bekam und diese ihr Begehren vorbrachte, versprach man natürlich zu helfen.

Das dann Freund und Teamkamerad Martin gleich eine neue Copilotin und Liebe zugleich bekam, war nie und nimmer Absicht-nein!!! aber schön ist es schon!

So genossen die beiden eine romantischen Ausflug bei herrlichsten Herbstwetter in die Wachau.

Die Wanderschuhe freilich blieben zu Hause, lieber gab man den grünen Elch die Sporen.

Die junge Dame, war sichtlich nervös ob ihrer Premiere, der Fahrer bestens gelaunt und voll motiviert, was sich auch in dementsprechend Selbstvertrauen äußerte.

Ziel war natürlich in der Klasse H über 2 Liter eine dementsprechende Platzierung zu erreichen.

Das man leistungsgstechnisch einen BMW nicht halten wird können war klar, die beiden anderen Volvos aber wollte man unbedingt fordern!

Dementsprechend rustikal ging Schenk ans Werk, sein gewohntes ohhh wenn der Elch mal doch um Häuser zu schnell auf eine Ecke und dort vorhandene großen massiven Rundballen zuflog, wurde durch ein noch viel längeres "Oooooooooooooooooooohhhhhhhhhhhhhhhhhhaaaaaaaa!" der Co-Pilotin ergänzt..

Trotzdem ging sich alles immer irgendwie aus, und der Volvo blieb ohne Kratzer.

Zu Mittag bekam man die Order ob der bereits vielen Kaltblechverformungen der Konkurrenz ein schönes Ergebnis nach Hause zu fahren, die neue Co pilotin, sollte ja auch nicht gleich verschreckt werden.

Martin, kam also auch der Bitte nach den grasgrünen Volvo weder einen Abhang hinunter zu befördern noch ihn zu tief in einen Wald zu feuern, (Motto: „mit der Farbe finden wir den nie wieder“)

Platz 2 in der Klasse mit Respektabstand auf den drittplatzierten Volvo, kann als gelungene Premiere des neuen Elchturtelpärchens angesehen werden.
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Rallye-ÖM: Waldviertel 2011

Gschwandner: Ein Schiff wird kommen ...                        

Endlich, nach Monaten der Abstinenz, war es wieder soweit: Das Schwedenschiff von Gschwandner/Cerny wurde gegen Norden transportiert!

Und zwar in ein Geläuf, welches prädestiniert ist für die Volvos, ja quasi die Geburtsstunde der Elchquertreiberei in Österreich darstellt. Feinste Schotterstraßen und der Antrieb hierfür auf der richtigen Seite.

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So freute sich das Team Gschwandner/Cerny auf eine schöne druckfreie Rallye, zumindest dachte sich das der Fahrer so. Wäre da nicht kurz vor dem Start der Herr Beifahrer beim Studieren der Nennliste auf die Idee gekommen, er könne noch den dritten Platz in der Beifahrerwertung im historischen Pokal belegen.

Also lautete die Marschrichtung: Spaß haben, aber auch ein bissl brav sein, und hin und wieder zwecks halbwegs respektabler Zeiten doch auch gerade zu fahren. Dies nahm die Servicecrew mit Wohlwollen zu Kenntnis, war man doch im Vorfeld der Rallye schon der Überlegung nahe, kurzfristig Scheibenwischer auf den Seitenscheiben homologieren zu lassen ...

Zudem kam noch, dass man auch nach längerer Zeit wirklich wieder Konkurrenz bekam, standen doch drei weitere Volvos am Start. Leider quittierte die Handbremse frühzeitig den Dienst, so das man von Anfang an nur mit viel Hauruck, sprich dezenten Gegenpendeln um die engen Ecken kam.

Nach der ersten Sonderprüfung stand man ganz vorne in der Liste der Volvos. Derart motiviert, erstieg man den Manhartsberg. Das bergauf vorhandene Leistungsdefizit wurde bergab wieder wett gemacht.

Das schönste Kompliment für den Fahrer war, wenn der Herr Vorleser einen Abzweig im Schrieb wiederholte, quasi als höfliche dezente Umschreibung von "des geht sie sunst nie aus" ... es ging sich aus.

Am Ende des ersten Tages machte sich ein leichter Leistungsverlust bemerkbar. Gleichzeitig machte der Motor via akustischer Untermalung seiner Ventilbewegungen darauf aufmerksam, man möge ihn den Großteil der Strecke vielleicht etwas weniger brachial in Vollgasstellung verharren lassen.

Die letzte SP in der Nacht wurde auf Grund eines Unfalls neutralisiert, worauf beim Fahrer ein leicht flaues Gefühl die Magengegend heimsuchte, galt es denn nun im Dunklen geschwind durch das mystische Waldviertel die richtige Alternativroute zu finden. Aber wenn man einen Herrn Vermessungsbeamten als Co hat, ist auch dies ein Kinderspiel, und so navigierte er wie ein zu Menschenfleisch gewordenes Terratrip durch die dunkle Nacht.

Man staunte nicht schlecht als man am nächsten Morgen die Startzeit eine Minute vor einem Evo aus dem Hause Gaßner bekam. Pilotiert wurde der blau gelbe Fernostbomber von einem Debütanten im Rallyezirkus, der aber von niemand geringeren als Stohl Vater vorgebetet bekam.

Vor der langen Sonderprüfung richtete man sich nochmal genau die Spiegel um den heran brausenden Evo Platz machen zu können.

Der Evo kam allerdings erst beim Stop!

Im zweiten Durchgang dieser traumhaften Sonderprüfung, musste man im Mittelteil etwas Fahrt herausnehmen, da ein vor dem Volvo startender Peugeot 205 ein jähes Ende an einen Baum fand, etwas übereifrig versprühte man dort einen Feuerlöscher, was die Sicht kurzfristig Null werden ließ.

Nun kam fünf Kilometer vor dem Ziel doch der Evo immer näher, bei erstbester Gelegenheit machte man demütig Platz; Gaßner Evo plus Rudi Stohl – welch ehrfürchtige Kombination!

Der Fahrer bedankte sich vor der abschließenden Superspecial höflich, nicht aber ohne auch seiner Furcht Ausdruck zu verleihen, in dem er meinte, beim Hinterherfahren war er nie sicher in welche Richtung der Volvo abfliegen werde. Man erklärte ihn, wenn keine Stange zwischen vorne und hinten ist, welche allen Vieren Antrieb verschafft, sei so ein Fahrverhalten ganz normal ...

Die abschließende Superstage verlor man gegen einen deutschen Volvokollegen um nur eine Wagenlänge, was aber bei den Abmessungen der Schwedenschiffe gleichzusetzen mit zwei Sekunden ist. Der 38. Gesamtrang sowie der 2. Platz im historischen Pokal hat gezeigt, was auch mit einem Low Budget, aber Riesen-Spaßfaktor das Auto betreffend, möglich ist.

Ach ja, der Herr Beifahrer hat seinen dritten Platz in der Jahreswertung bekommen – Gratulation! Ein besonderer Dank gilt dem hervorragenden Serviceteam, der mitgereisten Frau samt Fananhang, sowie dem Sponsor, ohne dessen materielle Unterstützung diese Rallye nicht zu realisieren gewesen wäre.

Ebenso Dank gebührt Helmut Schöpf und seinem Team, die gezeigt haben, was in Österreich möglich ist, wenn man als Rallyeveranstalter nicht nur reagiert, sondern agiert, um den Teilnehmern die schönsten Sonderprüfungen bieten zu

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Veszprem Rallye 2011

So lief es in Ungarn                        

Georg Gschwandner und Manfred Cerny im Volvo 740, Martin Schenk und Johannes Schippert im Volvo 940 – so lief es in Ungarn…

Sehnlichst sehnte man die traditionell harte Schotterallye in Ungarn herbei, bedeutet doch dies die Möglichkeit den schwedischen Rallyepanzern endlich wieder das Geläuf unter die Räder zu bringen, aus welchen die Ursprungsidee aller Volvo Cups und Untergattungen entstand.

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So pilgerte man also Richtung Veszprem. Auch vor unseren östlichen Nachbarn hat die EU Umweltpolitik nicht halt gemacht und so kam es, dass der Veranstalter teilweise völlig neue Sonderprüfungen, in Gebieten welchen nicht von Natura 2000 Auflagen annektiert wurden, aus den sprichwörtlichen Hut zaubern musste.

Dies gelang hervorragend und war keineswegs nur eine Kompromisslösung.

Nach bestandener administrativen und technischen Abnahme - das VRTT leistete sich erstmals auch einen sich perfekt in das Team integrierenten zusätzlichen Mechaniker mit perfekten ungarischen Sprachkenntnissen, ging man munter ans besichtigen!
Man genoß jeden Meter Aufschrieb ob der Vorfreude, dieser zwar teilweise extrem harten aber wunderschönen Sonderprüfungen.

Gestartet wurde Samstag Nachmittag.

Zusätzlich zu den zwei VRTT Volvos gesellte sich auch noch der legendäre „Schachbrettdesignete rumplerische Volvo“.
Jener kam leider nur eine halbe Sonderprüfung weit, bis dem offensichtlich heiß gewordenen Differentialöl ein erfolgreicher Fluchtversuch durch eine plötzlich unvermittelt vorhandene Öffnung – sprich Bruch – der Hinterachse gelang.

Martin Schenk legte wie aus der Pistole geschossen los und war nach dem Lichtschranken der ersten SP zu seiner eigenen Verwunderung um 7 Zehntel schneller als Gschwandner.

Dem Teamchef selbst verwunderte dies weniger, beobachtet er doch mit Stolz die aufsteigende Form und Zuverlässigkeit von Martin seit längeren.

Die zweite SP wurde auf Grund der Peugeotgrillerei (ein S2000 „burns to the ground“ wie die Ungarn am Start zu sagen pflegten) neutralisiert.

Als die erste SP zum zweitenmal befahren wurde, waren aus den Spurrillen Gräben geworden, welche jeden Fernmeldekabelverlegungstrupp früherer Jahre zu Sandkastenspielern degradiert hätte.

Hier hatte Schenk etwas mehr Mitleid mit seinem Elch und so konnte sich Gschwandner um 17 Sekunden absetzen.
Flugs auf der nächsten SP drehte Martin den Spieß wiederum und so lag Georg vor der finalen Nachtsonderprüfung um lächerliche 2,5 Sekunden im internen Stallduell voran.

Leider kündigte im schenkischen Volvo auf der vorletzten SP des ersten Tages der unverzichtbare dritte Gang fristlos seine Funktion und war auf immer verschwunden.

Bei allen Bemühungen, war es leider nicht möglich im Abschlussservice das Getriebe rechtzeitig zu tauschen, was das Aus bedeutete.

Aber auch Gschwandner kam nicht ungeschoren über die letzte Sonderprüfung ca. 2km vor dem Ziel, meinte Gschwandner zu seinem Co Piloten „ein Patschen vorne“ der Co Pilot entgegnete bei ca. 140km/h auf den einzigen 800m Asphalt der ganzen Rallye mit stoischer Ruhe,“ nein eher zwei vorne“.

Dann las er wieder weiter, raussehen musste er nicht, die Sicht war trotz kurzfristig für diese SP festgesetzten drei Minuten Startintervall fallweise null, doch einen guten Schrieb und einer beruhigenden Ansage trauend, verbesserte man sich zeitmässig sogar etwas!

Nach der Sonderprüfung wurde gewechselt, zwei Reservereifen im schwedischen Kofferraum stellen ja kein Übergebäcksproblem aller Austrian Airlines und Konsorten dar und kamen so zu ihrem Einsatz.

Netterweise hatte Schenk nach dem Stop gewartet und half beim Reifenwechsel ebenso, wie einige ungarische Fans, die offensichtlich den ganzen Tag bei enormer Hitze mit noch viel mehr enormeren Bierverbrauch am Streckenrand standen und sich jetzt als Beleuchter der Szene versuchten, ihre Taschenlampe zeichneten aber eher auf Grund geringfügiger Standfestigkeit Kreise in die Luft, als die Szene dementsprechend zu beleuchten.

Das Radmuttern eines Rallyeautos nach einer SP heiß sind, kann ein besonders eifriger Ungar die nächsten Wochen noch vorzeigen, wenn er seinen Freunden von der Szene erzählt- der Beweis liegt nicht auf der Hand, er ist in die Seine quasi eingebrannt(…)

Der nächste Tag wurde mit einer Sonderprüfung eröffnet die zum Teil über einen alten Militärflughafen führte, der mehr oder weniger asphaltiert wurde, als einzig verbliebener Volvo und mit einem Leistungsdefizit von ca 80PS zum nächstschwächeren Auto, konzentrierte man sich nur noch auf die Show, was vom Publikum dementsprechend gutiert wurde.

Eine gebrochene Motorauhängung und ein defektes Domlager wurden im Service im Zuge von Routinearbeiten gewechselt.

Ansonsten genoß man jeden Meter der Ralle und war bei fast 50% Ausfallsqoute überglücklich am Abend im Ziel zu sein.

Im Zuge der Siegererhrung, bedankte sich der Veranstalter(!) nochmals für die Teilnahme der Volvos und war sich nicht zu schade nochmals die große Beliebtheit dieser aussergewöhlichen Boliden bei den Fans aber auch bei den Veranstaltern selbst zu betonen.
Mit dem Bewusstsein zweier toller Rallyetage zu einem wirklich moderaten Nenngeld trat man die Heimreise an, mit dem Appetit auf mehrerer solcher Events!

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