Presseberichte 2007

Waldvierte Rallye 2007

Mit Spannung erwartete man nach dem ersten Kennenlernen des neu erworbenen 940ers bei der Leiben Rallye, die Waldviertel Rallye welche nicht zuletzt wegen ihres Untergrundes schon eher dem Einsatzgebietes eines Volvos entsprach!

Die vielen selektiven Sonderprüfungen erforderten einen extrem guten Schrieb!

Die mittlerweile eine ganze Saison dauernde Zusammenarbeit zwischen Georg Gschwandner und Simone Jesacher, spiegelt sich auch in der guten Vorbereitung und im Erstellen des Schriebs wieder!

Ohne Probleme wurde die Abnahme bestanden und man trat am Freitag Mittag bei sonnigem Wetter die Reise von der Rampe in Horn zur ersten SP nach Litschau an.

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Es sollte für länger die letzte Sonne sein.

Die erste Sonderprüfung wurde neutralisiert, und pünktlich zum Start der Zweiten kam der erste Graupelschauer.

Die Bodenverhältnisse waren extremst schwierig und auch der Volvo musste bereits nach 500m mit dem rechtren Vorderrad über einen neben der Strecke befindlichen Baumstumpf, auf Grund der Geräuschkulisse welche beim Zusammentreffen von Baumstumpf und Spurstange auftrat ahnte man schlimmes.

Doch der schwedische Panzer hoppelte munter über den Baumstumpf und zur Verwunderung  der Besatzung war rein gar nichts geschehen.

Man setzte nun die Fahrt die einer Rodelpartie glich etwas gedämpfter fort.

Wie gut man daran tat, erkannte man auf den nächsten Kilometern, welche mit Wracks übersäht waren.

Die Mischung zwischen Gas und Vorsicht machte sich bezahlt und so legte man Kilometer um Kilometer zurück, immer wieder gewarnt durch hektisch gelb geschwungene Flaggen und Fahrern die wild gestikulierend neben ihren in Bäume oder Gräben eingeschlagenen Boliden bangten ob sich durch nachfolgende Fahrzeuge ihre Boliden nicht noch mehr in Richtung Unkenntlichkeit verwandeln.

Als man aus dem ersten Waldstück in der Ortschaft Schlag wieder herauskam, wurden die Gelbschwinger immer hektischer, bis plötzlich sich ein sehr motivierter mutiger Streckenposten mit zwei gelben (!!) Fahnen auf die Fahrbahn stellte und sich beharrlich weigerte dem mit 4 blockierenden Rädern auf ihn zurutschenden Volvo Platz zu machen.

Die Stoßstange des Volvos verfehlte um 10cm die Kniescheiben des noch immer hektisch schwingenden Streckenposten.

Ein etwas ruppiges „longsam weiterfoarn – is neutralisiert“ entlockte dem Fahrer die Frage warum denn zum Abbruch keine roten Fahnen genommen werden, die lapidare Antwort des fast auf schwedische Art Beinamputierten Streckenposten, „homma kane“....

Also rollte man die verbleibenden Kilometer langsam an vielen detonierten Rallyeautos Richtung Ziel der SP.

Beim Stop angekommen erkannte man die Besatzung des Red Orange Schwedenbombers, die für ihre mittlerweile legendere Gelassenheit berühmt ist, wild gestikulierend der Zeitnehmerin fast an den Hals  springend.

Nach dem Grund des offensichtlichen Unmuts fragend bekam man zu Antwort, dass hier niemand von einem Abbruch auf der SP wisse und wir die gefahrene bzw. gerollte Zeit bekämen.

Ein nachkommender Evo gesellte sich dann auch noch zu der mittlerweile geringfügig emotionalen Runde.

Nach vielem Hin und Her, erklärte man uns, es sei doch neutralisiert.

Mittlerweile waren seit dem Start in Horn 5 Stunden vergangen und man hatte noch immer kein Zeitergebnis.

Das Regrouping vor dem Service in Litschau war durch eine schlecht platzierte ZK und den daraus resultierenden Rückstau von Rallyeteilnehmern gemischt mit normalem Straßenverkehr für die beiden Herrn Polizisten die versuchten das Stauchaos in dem Griff zu bekommen eine Herausforderung.

Dann endlich durfte man eine SP auf Zeit fahren.

Dichtester Schneefall und wiederum einige gestrandete oder zerschellte Kollegen rieten zur Vorsicht und so hatte man im Ziel der SP 10Sek Rückstand auf Gradmesser Teamkollegen Stachl.

Da der zweite Durchgang des Langauer Forst auf Grund des vielen Blechs ,

welches nach wie vor im Wald lag nicht möglich sei, war wohl außer den Offiziellen Jedem klar. Trotzdem wurde nicht abgesagt sondern nur neutralisiert.

So kam es, dass man sich trotzdem im dichten Schneetreiben bei Dunkelheit auf einer steilen Waldstraße anstellte und die Copiloten einen 800m Sprint zur ZK hinlegen mussten, was zu  verständlichen Unmutsäußerungen führte.

Abschließend stand noch die Superstage am Ring in Horn auf dem Programm, bei welcher man wie alle Anderen auch gegen die Flutlichtscheinwerfer die genau entgegen leuchteten kämpfen musste. Trotzdem erzielte man die zweitbeste Volvozeit!

Man rechnete also am nächsten Morgen mit einem Rückstand von 8 Sekunden auf Stachl ins Rennen zu gehen.

Die Ernüchterung kam in Form des Aushangs zur nächtlicher Stunde, auf welchem man plötzlich 40 Sekunden Rückstand auf Stachl hatte.

Der Grund fand sich nach einigem Suchen darin, dass man nun doch wieder die tatsächliche Fahrzeit auf der abgebrochenen 2 Sonderprüfung bekommen hatte.

Später sollte sich herausstellen, dass dies wie so vieles Anderes auch ein Kommunikationsfehler der Rallyeleitung war.

Der nächste Tag begann für das Team Gschwandner/Jesacher denkbar schlecht.

Am Wege zur ersten Sonderprüfung quittierte eine Zündkerze den Dienst.

Das Auffinden einer Tankstelle mit anschließender Motivation des noch leicht verschlafenen Tankwarts eine passende Zündkerze zu verkaufen, verhalf zu zwei Minuten Verspätung bei der nächsten ZK und daher 20 Sekunden Strafzeit.

Motiviert durch Freundin und Clubmitglieder des MCL 68 am Wegesrand gelang Gschwandner ein Husarenritt auf und teilweise neben der Strasse und man nahm Stachl 35 Sekunden und dem deutschen Volvotreter Mayer 40 Sekunden ab!

Voll motiviert trat man zur nächsten SP an, doch dass Übermut nur selten gut tut, erkannte man nach kurzer Fahrzeit als man eine Rechts 3 etwas zu motiviert nahm und links auf einen Hang rutschte, die nächsten 50 Meter legte man dann zum Gaudium des Publikum auf den rechten Räder zurück. Bei der Rückkehr auf alle Viere flog durch die Erschütterung die Batterie aus der Gegensprechanlage, aber mit etwas erhobener Stimme von Beifahrerin Simone wurde auch dieses Problem bis ins Ziel gemeistert! Wiederum war man zweitbester Volvo.

Die nächste SP verlief ohne gröbere Schwierigkeiten und nach dem Regrouping in Mold ging es zurück ins Service.

Anschließend fand die Sonderprüfung Horn Sprint statt.

Die Antipathie die Gschwandner für diesen Ring hatte, gipfelte in einem 8 minütigen Aufenthalt auf einem Erdwall, welcher nur durch viele helfende Hände wieder verlassen werden konnte.

Durch diesen einzigen wirklichen Fahrfehler mit Folgen verspielte man alle Chancen auf den Volvocuptitel, da der designierte Gesamtsieger Thomas Steinmayer, ebenfalls auf der SP Horn Sprint seinen Elch unweit der Ausfahrt des Ringes ebenfalls massiv in einen Acker parkte, aus dem es ohne Traktor kein Entrinnen gab.

Alle weiteren Sonderprüfungsbestzeiten der Volvos halfen dem Duo Gschwandner/Jesacher nichts mehr.

Markus Stachl/Andreas Hadinger fuhren ihre das ganze Jahr angewendete und bewährte Defensivtaktik nach Hause und verteidigten dadurch den Titel.

Gschwandner/Jesacher hatten auf SP 14 noch ein Erlebnis der besonderen Art, als man auf den einige Autos zuvor gestarteten Clubkameraden Michael Böhm auflief, der den Dieselstaatsmeistertitel vor Augen auf Grund eines Defektes das linke Vorderrad verlor und versuchte die SP auf drei Räder zu Ende zu fahren.

Allerdings grub sich der Punto mit der Bremsscheibe in einer Rechts 2 im Schotter fest.

Da die Strecke komplett blockiert war, nahm man das Ersuchen eines Streckenpostens wahr und versuchte nachdem die SP unterbrochen war, den weidwunden Punto ins Ziel zu schleppen.

Es ging mit 80 bis 100 km/h durch den Wald. Das Publikum staunte nicht schlecht über den röhrenden Elch mit dem italienischen Boliden am Haken.

Dieses Unterfangen wurde dann aber ca. 1 km vor dem Ziel von einem Funkposten untersagt!

Schade um Michi und den Titel!

Auf der vorletzten SP hatte das Duo Gschwandner/Jesacher 2km vor dem Ziel

noch einen Platten welcher dann nach dem Ziel gewechselt wurde.

Zuletzt fuhr man auf Grund der Streckenverhältnisse und der unglücklich

platzierten Platzscheinwerfer die Superstage im Blindflug und schlug dabei aber trotzdem noch einen Quattro S2.

Die Saison beendet man im inoffiziellen Volvo Cup, welchen sich nach dem Querelen rund um Nochcupchef Rumpler alle Teilnehmer heuer angeschlossen haben an dritter Stelle, hinter Stachl/Hadinger und Steinmayer/Wagner.

Georg und Simone danken den Sponsoren Sonn & Partner und der Fahrschule Wiener Neudorf für die Unterstützung in der Saison 2007.

Weiters Dank gebührt den Herren des perfekten Service Gold Bernhard, Pawloy Peter und Servicechef Vondracek Herwig.
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Bericht Leiben VRTT 2007

VRTT Chef Georg Gschwandner war aus dem Vorjahr geläutert, und nahm sich zwischen der Admont Rallye und der, eine Woche später stattfindenden Herbst Rallye in Leiben Urlaub. Galt es doch im Vorjahr nach einem kapitalen Motorschaden in Admont innerhalb einer Woche ein neues Aggregat zu verpflanzen!

Nachdem der Kundenvolvo des VRTT allerdings von Newcomer Praschl in der Steiermark in den Wald gefeuert wurde und nur mehr Kilowert hat, stand man abermals vor einem leichten Problem, weil auch für Leiben ein Volvo des VRTT vermietet war.

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Gschwandner fuhr in einer Hauruck Aktion in das ferne Tirol um sich den gelben Klotz Volvo zu mieten.

Da eine Kaufoption bestand, wurde die Leibenrallye zur Testfahrt umfunktioniert. Oberste Priorität war, Auto heil ins Ziel bringen.

Also war flotteres Taxi fahren angesagt und der Copilotin aus dem hohen Norden Deutschlands die wunderschöne Wachau näher zu bringen.

Die erste SP wurde flott absolviert und man war vor der deutlichen mehr Leistung unter der schwedischen Haube angetan.

Im Ziel die Ernüchterung: 20 Sek. Rückstand auf Volvokollegen Markus Stachl, der nach eigenen Angaben 2 Faststeher bergauf gehabt hatte, und einiges an Zeit brauchte um sein Schiff wieder richtig in Fahrt zu bringen, gab Rätsel auf.

Zumal Stachl wiederum nur zwei Sekunden auf Steinmayer der fehlerlos blieb verlor. Nach Neutralisation der zweiten SP, fuhr man gleich wiederum die erste SP zum zweitenmal. Etwas verunsichert ob der Bremseigenschaften des geborgten Arbeitsgerätes und der 20 Sek. Rückstand leistete man sich einen gröberen Verbremser, welcher die Rückwärtstellung im Getriebe von Nöten machte.

Im Ziel der SP dann das große Staunen, trotz Verwendung des Retourenen um 12 Sek. besser als im ersten Umlauf.....

Aber man hatte ja schon in Admont Erfahrung mit lustigen Zeituhren und deren Bediener gemacht!

Das Überlange Regrouping und die lange Mittagspause machte schläfrig! Die erste Nachmittagssonderprüfung nutze man zum erwachen, und fuhr, sichtlich bereits an das geborgte Gerät gewöhnt, eine beachtliche Gesamtzeit und zweitbeste Volvozeit! Es sollte aber leider nicht so gut weitergehen.

Bereits auf der nächsten SP, meldeten die Scheiben der Kupplung Lustlosigkeit, und so verlor man mit stark rutschender Kupplung über 1,5 Minuten.

 Man dachte kurz daran im Service abzustellen, entschloss sich dann aber auf der Etappe zum Regrouping, welche genutzt wurde die Kupplung zu kühlen, doch noch die beiden letzten SP zum Funktionstest des Fahrzeuges zu nutzen und an AF Stellen (AF=„Achtung Fans“) etwas für die Herzen des Publikums zu tun. Die Kupplung hielt halbwegs durch, man war darauf bedacht den dritten Platz im VOC zu sichern.

Da für den geborgten 9er, kurzfristig keine Zusatzscheinwerfer aufzutreiben waren, fuhr man die erste Runde des abschließenden Rundkurs sehr verhalten.

Als man beim Start vorbei kam und erkannte, dass unmittelbar dahinter ein Mercedes hineingestartet wurde, wartete man ein paar Sekunden um selbigen bereitwillig Platz zu machen. Dafür hatte man dann für die nächsten Kilometer eine ausreichende Lichtquelle vor sich!

Bis auf das Kupplungsproblem, waren Fahrer und vor allem auch Beifahrerin Simone vom Ergebnis des Funktionstest begeistert, was zu Folge hatte, dass der 9er tags darauf angekauft wurde und nun in den Garagen des VRTT auf seinen Einsatz im Waldviertel wartet.

Abschließend sei noch erwähnt das die Servicecrew rund um Herwig Vondracek lobend feststellte, dass Gschwandner ausnahmsweise keinen Kratzer in die Schwedenlimousine machte.

Man gab zu bedenken, ob es vielleicht nicht Sinn mache, nur mehr mit geliehenen Schwedengeräten ans Werk zu gehen....

Da wie Eingangs erwähnt das Kundenauto in Hall das Zeitliche gesegnet hatte, fuhr Peter Kowalski mit dem A Auto des VRTT.

Kowalski nutze bereits zum zweiten Mal das finanziell momentan lukrativste Angebot im Rallyesport und kutschierte wie bereits im Vorjahr auch heuer wieder Alexandra Koptis durch die Wachau.

Kowalski als Student im Nebenjob auf die Brötchen der Firma Europe Car angewiesen, kann natürlich als Autoübersteller seine Routine und seine Fähigkeit sich auf die verschiedensten Fahrzeuge rasch einzustellen dementsprechend einsetzen.

So war es wenig überraschend, dass er mit ansprechenden Zeiten den ganzen Tag über keinerlei Probleme hatte und das Fahrzeug als Vierter im Volvobunde ohne Kratzer nach der Rallye dem VRTT dankend zurück gab!

Sollte es das Budget erlauben, wäre es sicher einmal interessant Herrn Kowalski am Schottergeläuf im Triestingtal am Volant des Schwedenschiffes kurbeln zu sehen.

Im jeden Fall, sah man bei der abschließenden Zusammenkunft im Schloss Leiben nur zufriedene Gesichter!

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VRTT - Steiermark 2007

VRTT - Steiermark 2007 Bericht STEIERMARK-RALLYE

Die Steiermark Rallye 2007 begann für das Team Gschwandner/Jesacher turbulent. Da war doch dieser verflixte Abgastest, dem man trotz eingestellten und CO gemessenen Motor nicht auf Anhieb bestand.

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 Ein sich im roten Bereich befindlichtes Manometer des Handfeuerlöscher trug auch nicht zur Verbesserung der Laune der Herrn Kommisäre bei! Leichte Hektik kam auf, einen passenden Ersatzfeuerlöscher zu finden. Aber dies gelang genauso, wie die Feineinstellung des Motors durch das Fingerspitzengefühl des Volvokollegen Thomas „Steini“ Steinmayer, der sofort Bier Bier und Schnaps Schnaps sein lies, um in einer nächtlichen Aktion die Motoren des VRTT Bombers und die des Orange Bombers vom Team Stachl/Hadinger - welcher ebenfalls mit mysteriösen Abgaswerten an den Technikern gescheitert war zu justieren. Nochmals danke an Thomas Steinmayer für die rasche kameradschaftliche Hilfe. Das VRTT hatte diesmal 4 Fahrzeuge zu betreuen. Gschwandners A- Wagen Gschwandners B- Wagen, besetzt mit Prachl/ Auer-Kaller.

Das mittlerweile schon berühmte Bluesmobil von Schenk/Pap und last but not least den berühmt berüchtigten am Wege zum Kultstatus aufsteigenden Orange Bomber von Stachl/Hadinger. Das erste Aha-Erlebnis trat bereits beim Eintreffen am Serviceplatz in Gaisberg/See ein. Für die vier nicht gerade zierlichen Volvos und die Servicefahrzeuge, bekam man genauso viel Platz angeboten, wie die daneben stehenden Teams für ein Rallyeauto plus Servicefahrzeug hatten, wenn nicht sogar weniger!

Das schlechte Gewissen, welches dem Platzeinteiler ins Gesicht geschrieben stand, half reichlich wenig! Aber, da die Volvos ja eine kameradschaftliche Truppe sind, kuschelte man sich halt zusammen...

Zum eigentlichen Geschehen, Man begann den ersten Durchgang, mit SP 1 Bärndorf. Dem nicht gerade übermotorisierten Wagen von Gschwandner/Jesacher, kam zu Gute, dass es nach dem ersten Drittel der SP, steil bergab über Schotter ging, dann kam nochmals ein leichter Asphaltanstieg worauf die SP dann im Flachen mündete. Man rechnete mit einer Platzierung um Platz Vier bei den Volvos und erfreute sich dann im Ziel der ersten SP doch über die zweitbeste Volvozeit. „Lichtjahre“ hinter Steinmayer, aber „Erster vom Rest“!

Dann ging es zum Rundkurs Tregelwang, der Aufgrund seines schmierigen Zustandes zu Recht gefürchtet wurde! Man begann mit Respekt und verzeichnetem trotzdem einen leichten Ausrutscher durch hohes Schilf - warum auch immer es in dieser Gegend solches gibt, der hintere Stoßfänger wurde kurzerhand zum Blumenfänger, und so hatte man eben Blumen für das Service an Board! Manch geneigter Beobachter meinte auch, es handle sich um eine neue Art der verfrühten Christbaumbeschaffung!

Man konnte durch diesen Ritt- aus der Sicht des Fahrers vergleichbar mit der alten Safari durchs hohe Gras- allerdings nur die viertbeste Volvo Zeit fahren. Nach Regrouping und Service freute sich Beifahrerin Simone auf ihre erste Nachtsonderprüfung!

Eine sterbende Batterie in der Gegensprechanlage, sorge für kurze Unentspanntheit, im durch den Wald fliegende Schwedenschiff, hatte aber scheinbar positive Auswirkungen auf die Zeit.

Möglicherweise darauf zurückzuführen, dass Fahrer Gschwandner, einige „Achtung, Achtung“ nicht hören konnte.... und so war man mit der zweitbesten Volvozeit wieder auf Kurs. Möglicherweise war es auch nur die drittbeste Zeit, sollte die Fabelzeit von Jürgen Praschl wirklich korrekt gewesen sein! Tregelwang 2, wurde der Begründung gerecht nur max.70% zu fahren. Man kam sich vor, wie bei einem „Drive In Schrotthändler“, da ein Evo, dort ein Seat, da ein Escort, dort ein Fiesta und manch verbogenes Teil welches nur mehr durch die Herrschaften von CSI zu identifizieren gewesen wäre, und dann der Schock. Kurz vor dem Ziel, stand 90 Grad zu Straße das Bluesmobil von Schenk/Pap.

Erde am Dach lies Schlimmes vermuten. Die Besatzung war allerdings schon neben den mittlerweile stromlinienförmigsten 7er. Ein Baumstumpf in einer „Rechts“ 5 hebelte das Gefährt aufs Dach, worauf man noch gut 300 m SP mit Räder oben absolvierte, bevor sich das Gefährt mit einer Rolle auf die Räder in den Graben verabschiedete. Die etwas zerknirschte Bestatzung wird mittlerweile wieder aufgerichtet, deren Volvo wohl kaum mehr... Trotzdem fuhr Gschwandner/ Jesacher mit verhaltener Fahrweise wiederum die zweitbeste VOC Zeit!

Der zweite Tag begann mit Kaiserau Süd, wenn schon Herrschaften mit 170 PS jammern, sie hätten bergauf zu wenig Schmalz, bitte schön was sollen dann die Kapitäne der Schwedenflotte denn sagen?? Kein Zufall, dass Gschwandner als einer der wenigen den weit unten in der Wiese geparkten Rest des Evos von Herrn Harrach bemerkte. Naja mit Volvos bergauf, hat man halt Zeit für einen Blick durch die Natur. Man musste sich mit der vierten Zeit begnügen, und dabei musste man schon befürchten, dass die Kolben durch das schwedische Stahl der Haube bald vor der Vergewaltigung ins Freie flüchten. Dass die Herrn Steinmayer und Schögler auf Grund der längern Quertreibererfahrung und nicht zuletzt auch auf Grund der Motorleistung ihrer Schiffe nicht zu Halten waren, war zu erwarten.

Das Team Gschwandner/Jesacher, beschränkte sich also darauf den dritten Platz im VOC zu halten, und vor allem am Haller Rundkurs das zahlreiche Publikum mit Showeinlagen (Driftwinkel bis zum vollen Lenkeinschlag und winkende Beifahrerin) zu unterhalten. Leichte Unruhe kam bei VRTT Besitzer Gschwandner nur auf, als im Regrouping das zweite VRTT Schiff nicht mehr kam, und man hören musste: „ Besatzung von Board gegangen Schiff verloren.“ Praschl, bei seiner ersten Rallye bis dahin tadellos unterwegs, übertrieb es am Haller Rundkurs, riß sich nach Feindberührung mit einem Baum das hintere rechte Rad aus, worauf der Volvo zu einer Billardkugel mutierte und links in einen weiteren Baum einschlug. Jürgen spannte unerschrocken den Schalthebel wieder in Position eins, als sich aber kein Vortrieb entwickelte, bat er etwas hektisch Beifahrerin Sandra anzuschieben, nach öffnen der Türe und Blick nach hinten, meinte diese frei nach Trappatoni, „Stell ab, haben fertig“.

Somit geht das gemietete Schiff samt Ersatzkarosserie, in den Besitz von Praschl über. Man darf nach Fertigstellung des Ersatzschiffes auf die nächsten Einsätze von Praschl gespannt sein. Potential ist absolut vorhanden! Anhand der Zeiten im eher ebenen Geläuf, stellte man fest dass Gschwandner/ Jesacher doch mit Andi Schögler mithalten können, um diesen zu besiegen muss man noch etwas feilen, am Fahrstiel und möglicherweise auch an der Technik!

Aber ganz ehrlich Volvo fahren macht Spaß! … und lieber ein paar Sekündchen verlieren und dafür viele Rallyefanherzen gewinnen! Abschließend sei noch der prächtig eingespielten Servicecrew des VRTT zu danken! Die Siegerehrung auf der Rampe war grandios und die von den Volvofahrern verteilten originalen Schwedenbomben als Anspielung auf den liebevollen Kosenamen Schwedenbomber, welche die Fans den Volvos seit dem ersten Antritt in Österreich gegeben haben, heizte die Stimmung noch mehr an! Es war ein tolles WE, und wir sind froh das die Teams des verbogenen Schwedenstahls mit dem Schrecken davon kamen. VOC Steiermark: 1. Steinmayer/Wagner 2. Schögler/Werwitz 3. Gschwandner/Jsacher 4. Stachl/Hadinger

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